Was ist ein Bienenstock - Wilhelm Steiner

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Was ist ein Bienenstock

Inhalt


1. Eine Honigfabrik im Kleinen: Die Bienen tragen in ihrer Honigblase Nektar als wässrige Zuckerlösung ein, und machen mit viel Verdunstungsarbeit unter Beigabe von körpereigenen Enzymen und Fermenten Honig daraus.

2. Eine Wachsfabrik: Blütenpollen wird durch Umwandlung im Bienenkörper zu Wachs verarrbeitet. Die Bienen bauen damit ihre Brut- und Vorratszellen, geometrisch genau in Sechseckform auf: für Bienen kleinere, für Drohnen größere Brutzellen. Die Königin bekommt eine zapfenförmige Zelle, die sogenannte Weiselzelle.

3. Ein chemisches Laboratorium: Nektar und Honigtau werden zu Honig umgearbeitet, Blütenpollen zu Wachs, Baumharz zu Propolis, Nektar, Blütenpollen und Wasser zu Futtersaft für die Brut und Königinnenfuttersaft (Gelee Royale). Diese natürlich-chemischen Produkte wie Honig, Wachs, Blütenpollen, Propolis und Gelee Royale sind auch für Menschen hochwertige Lebensstoffe. Es ist kein Lebewesen bekannt von dem alle Produkte der Eigenversorgung auch für die Menschen teils sogar als Heilstoffe, verwendet werden können.

4. Eine große Brutanstalt: Bis zu 40.000 Nachkommen werden oft in einem Bienenstock gleichzeitig gepflegt.

5. Eine Gesellschaft von Pflanzenkennern: Die Biene ist blütentreu. Sie ist die Befruchterin der meisten Nutz- und Wildpflanzen. Dadurch legt sie den Grundstein für einen großen Teil der Nahrung von Menschen, Groß- und Kleinsäuger, von Vögeln und Insekten. Sie ist das einzige Insekt, welches als Volk vom Imker betreut, etwa 10.000- 20.000 Blütenbestäuber über den Winter bringt und somit als Bestäubungsfaktor sämtlichen solitär überwinternden Insekten haushoch überlegen ist.

Um ein Bienenvolk durch einzeln überwinternde Insekten (Wespen, Hummeln, Erdbienen etc.) zu ersetzten, müßte man eine Fläche von 8 m2 Holzklötzen mit Bohrlöchern im Lochabstand von 1 cm versehen. Ein Brett mit 4 cm Stärke und 30 cm Breite, müßte dann fast 27 m lang sein. Dabei müßten dann auch tatsächlich alle Bruthöhlen von den Wildinsekten angenommen werden. Diese Wildinsekten überwintern nicht in tausenden Einzelwesen, sondern nur das eierlegende Weibchen, Königin genannt, übersteht den Winter und baut dann im Frühjahr ein Brutnest auf. Diese Insekten übertragen nicht Blütenstaub gleicher Art, sondern fliegen bei einem Ausflug Blüten jeder Art an. Durch die Blütenstetheit unserer Bienen werden die Blüten einer Art mit der richtigen Pollenart bestäubt und dadurch wird die arterhaltende Fortpflanzung gesichert.

 
 
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