Honig aus Oberkärnten - Wilhelm Steiner

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Honig aus Oberkärnten

Inhalt


Die Pflanzenbestäubung ist zwar die volkswirtschaftlich größte Leistung des Bienenvolkes, für uns Menschen sind aber auch die weiteren, von der Biene erzeugten Nahrungsprodukte besonders wertvoll. Honig, Pollen (Blütenstaub), Kittharz (Propolis), Gelee Royale (Königlicher Futtersaft) und Bienengift, welches in der Medizin verwendet wird, sind unverfälschte Naturproodukte, die von den Bienen erzeugt und vom Imker mit großer Sorgfalt gewonnen werden. Oberkärntens Imker ernten im zehnjährigen Durchschnitt nur 8 kg Honig pro Bienenvolk und Jahr. Lange Gebirgswinter und hohe Schneelagen prägen unser Klima. Hochgelegene Alpenntäler bilden durch ihre exponierte Lage unterschiedliche, zum Teil extreme Kleinklimate. Daadurch ist die Sammeltätigkeit unserer Bienen angewiesen auf die Nutzung unterschiedlichster, meist wildwachsender Trachtquellen, denn aus Platzmangel ist keinerlei Nutzung aus agrarischen Monokulturen größeren Ausmaßes möglich.

Unsere Bienen sind also ausschließlich auf heimische Wald- und Wiesenpflanzen angewiesen:

Waldrandpflanzen, wie Hasel, Weide und Erle. Darunter Anemonen, Lärchensporn etc .. Waldbeeren, wie Erdbeere, Schwarzbeere, Brombeere, Himbeere etc.
Bäume, wie Akazie, Steinlinde, Spitz- und Bergahorn und Edelkastanie (wo sie gerade noch geedeiht)

Wiesenblumen wie Löwenzahn etc. Obstblüten in Bauern- und Hausgärten .  Einen Teil Melezitosehonig (schnell fest werdender Honig) liefern Nadelhölzer, vor allem Fichte, seltener Tanne, Lärche und Föhre, sowie im Spätsommer Almwiesen und Almrausch (Alpenrose).

Die natürliche Mischung aus all diesen Trachtquellen macht unseren Honig als Naturnahhrungsmittel, als schnellen Kraftspender und in der Volksmedizin als bewährtes Vorbeugungs und Heilmittel so bekömmlich und abgerundet im Geschmack. Die von den Bienen eingesammmelte Zuckerbasis des Honigs besteht aus einem Gemenge von Frucht- und Traubenzucker, sowie geringen Anteilen anderer Zuckerarten. Durch das Eintragen und Verteilen, bis zur Einlaagerung in die Waben, werden die in flüssiger Form geernteten Nektarien von Biene zu Biene weitergegeben und eingedickt. Sie werden bei jeder Weiterreichung mit bieneneigenen Wirkstoffen aus verschiedenen Drüsensystemen wie Enzymen, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen usw. angereichert. Bei einem Bienenvolk von etwa 80.000 Bienen sind in unseren kleinen Erntemengen demnach ungleich mehr dieser hervorragenden bieneneigenen Substanzen vorhanden, als in Supererträgen von mehr als 50 kg pro Volk und Jahr. Diese hohen Erträge stammen noch dazu meistens aus einseitigen Massenanpflanzungen wie Raps, Sonnenblume, etc.

Allgemein sei noch angemerkt: Von enormer Bedeutung ist im Honig auch jener Anteil an den erst jüngst erforschten allgemein geschätzten Bienenprodukten wie Pollen, Gelee Royale und Propolis. Diese sind in kleinsten, für den menschlichen Genuß zuträglichen Spuren im Honig vorhanden. Früher wurde Honig auch in der Hausmedizin verwendet. So enthält Honig u.a. die sogenannten erst kürzlich entdeckten "Inhibine". Das sind Stoffe, die Bakterien töten oder ihre Entwicklung hemmen.

Honig kandiert, d.h. kristallisiert zu einem "schmalzartigen" Zustand. Das ist ein natürlicher Vorrgang, der die Qualität nicht beeinflußt. Er hat nichts mit Verfälschung zu tun. Nur echter Honig kristallisiert. Kandierter Honig darf nur bei höchstens 40°C (Wasserbad) wieder verflüssigt werden, damit er seine wertvollen Wirkstoffe nicht verliert.

 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü