Bienenhaltung (Zeidlerwesen) einst und jetzt - Wilhelm Steiner

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Bienenhaltung (Zeidlerwesen) einst und jetzt

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Die ursprüngliche Behausung der Bienen waren hohle Bäume, Fels - und Erdhöhlen. Die Natur betrieb die Gesundheitsauslese unter den Bienen. Die Waldbesitzer, also der Adel, Klöster und Reichsstädte vergaben Lehen an die Bienennutzer. Der Berufstand der Zeidler hatte Ansehen, Rechte und eine eigene Zunftordnung. Da die Abgaben für diese Betriebe verhältnismäßig hoch waren und die Waldnutzung durch Schlägerungen immer kleiner wurde, wurden die Bienen in hergestellte hohle Bäume, die sogenannten Klotzbeuten umgesiedelt. Diese stellte man in der Nähe der eigenen Behausung auf. Die Betreuung wurde dadurch einfacher und kontrolllierbarer. Leichter konnten nun Honigentnahme und Überwinterungsreserven aufeinander abbgestimmt werden, leichter konnte nun das wohlriechende und als Lichtquelle verwendbare Bieenenwachs gewonnen werden. Die heute noch verwendeten Bauernstöcke sind eigentlich nur waagrecht gelegte Bienenbäume. Mit der Erfindung der beweglichen Rähmchen konnte man die Waben im Bienenvolk variabel einhängen, und die Bienenvölker konnten dadurch leichter betreut werden.

Die Biene kann als Einzelwesen den Unbilden der Natur gegenüber nicht bestehen. Sie bildet Gemeinschaften, sogenannte Bienenvölker. Der Imker stellt ihnen bienengemäße "Behausungen", eben Stockeinheiten, zur Verfügung, in Größeneinheiten, die er noch betreuen kann. Wir sehen sie in der Bienenhütte oder in Einzelaufstellung im Freien.

 
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